Taoblog

20 Mär, 2008

Nicht-indoeuropäische Zeichensysteme

Allgemein — geschrieben von tao @ 23:23

Es gibt komplexere und unserer Kultur sehr fremde Schriftsysteme. Eines davon ist das syllabische Systen, das zwischen sechzig und hundert Zeichen verwendet; jedes dieser Zeichen entspricht einem Vokal oder einem Vokal plus einem Konsonanten, d.h. einer Silbe. Ein wichtiges Beispiel für eine antike Silbenschrift ist die von den Mykenern (1150-1100 v.Chr.) verwendete "Linear-B"-Schrift, die entziffert werden konnte. Bei dem ideographischen, dem logographischen und dem piktographischen Zeichensystem handelt es sich um die drei ältesten Schriftsysteme, die sehr enge Analogien untereinander aufweisen: Die Zeichen sind stilisierte Figuren, die ein Wort, eine Idee oder einen Begriff ausdrücken. Auch die Maya-Sprache der klassischen Periode konnte durch eine Schrift mit Silbencharakter ausgedrückt werden. Die Maya konnten das Wort Jaguar durch das Bild eines Jaguarkopfes schreiben. Auch die altägyptische und die chinesische Schrift drücken sich über diese Systeme aus. Die Anzahl von Zeichen einer ideographischen Schrift kann mehrere Hundert oder sogar mehr als Tausend betragen. Die "Linear-A"-Schrift Kretas aus der minoischen Zeit konnte bisher noch nicht entziffert werden. Es handelt sich um ein unbekanntes Zeichensystem, mit dem eine Sprache ausgedrückt wurde, die weder griechisch noch indoeuropäisch war. Auch die Schrift der Etrusker hat noch nicht all ihre Geheimnisse preisgegeben. Die Buchstaben entstammen zwar dem griechischen Alphabet, wurden aber auf eine nicht-indoeuropäische Sprache angewendet.


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